Messaging-Channels für Brands: Der direkte Draht in die DMs

Laut Adam Mosseri, Head of Instagram, verbringen Nutzer heute mehr Zeit in den Direktnachrichten (DMs) als im Feed oder in Stories[cite: 2]. Wer als Marke langfristig relevant bleiben will, muss proaktiv im Messaging-Game mitspielen. In diesem Deep Dive klären wir, wie Unternehmen Broadcast- und WhatsApp-Channels strategisch nutzen können, um ihre Zielgruppe dort zu erreichen, wo der echte Austausch stattfindet.


Highlights: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Algorithmus-Freiheit: Channel-Beiträge erreichen Abonnenten zuverlässig und ohne Filterung durch Plattform-Algorithmen[cite: 4].
  • Exklusivität schafft Bindung: Channels bieten Raum für "Superfans", exklusive Rabatte und Behind-the-Scenes-Einblicke[cite: 4, 5].
  • Multifunktional: Von Marktforschungsinstrumenten bis hin zu Echtzeit-Newsrooms bieten Channels vielfältige Einsatzmöglichkeiten[cite: 4].
  • Interaktion trotz Broadcast: Teilnehmer können via Emoji-Reaktionen und Umfragen direkt eingebunden werden[cite: 3, 6].
  • Persönlicher Draht: Die Kommunikation findet direkt neben den privaten Dialogen mit Freunden und Familie statt[cite: 3, 6].

Was sind Channels und wie funktionieren sie?

Channels sind Werkzeuge der einseitigen Kommunikation (One-to-Many), die den Nachrichten-Abschnitten der Plattformen untergeordnet sind[cite: 2]. Während Instagram Broadcast Channels primär für Creator gedacht sind, stehen WhatsApp Channels auch Unternehmen und Organisationen offen[cite: 2, 3]. Inhaber können Texte, Fotos, Videos, Sprachnachrichten und Umfragen teilen; Teilnehmer interagieren ausschließlich über Emoji-Reaktionen[cite: 3].


Strategien für den erfolgreichen Channel-Aufbau

Ein erfolgreicher Channel braucht mehr als nur einen Namen. Folgende Faktoren sind entscheidend:

  • Ein klares Thema: Definieren Sie ein präzises Wertversprechen, um nicht als Rauschen in den Benachrichtigungen unterzugehen[cite: 4].
  • Community-Basis: Starten Sie erst, wenn Sie bereits eine engagierte Followerschaft auf anderen Kanälen haben[cite: 4].
  • Echter Mehrwert: Vermeiden Sie das "Aufwärmen" von altem Content. Channels müssen exklusive Inhalte liefern, die es nirgendwo sonst gibt[cite: 5].

Best Practices: Marken, die Maßstäbe setzen

Drei Marken haben den First-Mover-Vorteil bei WhatsApp bereits erfolgreich genutzt:

  • Tagesschau: Nutzte die eigene TV-Sendung zur Bewerbung und gewann in kürzester Zeit 100.000 Follower – ein Beweis für die Kraft bestehender Marketing-Kanäle[cite: 5].
  • Borussia Dortmund (BVB): Inszenierte einen vermeintlichen "Nummer-Leak" von Julian Brandt. Der virale PR-Coup sorgte für enormen Buzz und Reichweite für den Channel[cite: 5, 6].
  • dm Drogeriemarkt: Überzeugt durch persönliche Nähe, Behind-the-Scenes-Content und aktive Call-to-Actions, welche die Community zum Mitmachen einladen[cite: 5].

Fazit: Newsletter-Marketing im neuen Gewand

Channels sind ein vielversprechender Marketingkanal, da sie eine persönliche Ansprache ermöglichen, die mit Newsletter-Marketing vergleichbar ist – jedoch ohne die Gefahr, im Spam-Ordner zu landen[cite: 6]. Durch die einseitige Kommunikation behalten Unternehmen die volle inhaltliche Kontrolle und schaffen gleichzeitig einen direkten Draht zu ihren loyalsten Kunden.

Quelle: SocialHub Mag #23


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