UGC Creator finden: So funktioniert das Matchmaking mit pola

Du möchtest UGC in die Marketingstrategie deines Unternehmens integrieren, weißt aber nicht, wie du passende Creator und Werbegesichter finden kannst? Genau für dieses Problem gibt es mittlerweile spezialisierte Plattformen. Eine der ersten auf dem deutschsprachigen Markt ist "pola". Im Interview erklärt Gründer und CEO Adrian Ballosch, wie das Matchmaking funktioniert und warum in der UGC-Branche gerade Goldgräberstimmung herrscht.


Highlights: So funktioniert pola

  • Das AirBnB für UGC: Creator hinterlegen auf der Plattform ein Profil mit ihren Parametern (Fotos, Videos). Unternehmen können gezielt nach Thema, Formaten, Followerzahl oder Budget filtern.
  • Kostenlose Nutzung: Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern verlangt pola aktuell keine Vermittlungsgebühren oder Provisionen. Die App dient in erster Linie dem Community-Aufbau und der Generierung von Leads für das eigene Agentur-Geschäft (z. B. Coachings oder direkte Contentproduktionen).
  • Große Auswahl: Die Datenbank umfasst über 10.000 Personen, von denen rund 2.000 einen aktiven Fokus auf UGC legen – vom einfachen Testimonial-Video bis hin zur professionellen YouTube-Produktion.
  • Kein Agentur-Zwang: Creator müssen keinen hohen Prozentsatz ihrer Bezahlung an eine Agentur abgeben. Der Erstkontakt läuft über pola, die weitere Abwicklung kann frei über andere Kanäle erfolgen.
  • Content Houses: pola veranstaltet mehrtägige Events in Villen (z. B. auf Mallorca), bei denen Marken und ausgewählte Creator gemeinsam Content produzieren und netzwerken.

Der Wildwest-Markt des UGC

Adrian Ballosch beobachtet eine regelrechte "Goldgräber-Stimmung" auf dem Markt. Spätestens seit dem Kurzvideo-Boom wollen Menschen auf Social Media andere Menschen sehen. Große Marken und kleine Online-Shops stürzen sich gleichermaßen auf User-Generated Content, da der inhouse produzierte Content den enormen Bedarf kaum noch decken kann. Die Folge: Professionelle und gute Creator arbeiten oft bereits am Limit.


Warum UGC nicht mehr "einfach so" funktioniert

Ein wichtiges Learning für Unternehmen: Guter UGC ist nie wirklich kostenlos. Wer hochwertige Ergebnisse will, muss Budget für gute Creator einplanen. Die größte Herausforderung liegt laut Ballosch jedoch im veränderten Konsumverhalten: Die breite Masse hat mittlerweile verstanden, dass auch nativer UGC oft bezahlte Werbung ist.

Um weiterhin erfolgreich zu sein, müssen Marken kreativer und mutiger werden. Es reicht nicht mehr, einfach jemanden ein Produkt in die Kamera halten zu lassen ("no matter what"). Die Zielgruppe muss durch ein extrem spannend gestaltetes Creative, authentisches Storytelling oder eine sehr relatable Person abgeholt werden.

Quelle: SocialHub Mag #25


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