Don’t make ads, make TikToks: Der ultimative Guide für TikTok Ads

Mithilfe von Anzeigen von null auf hundert bei TikTok durchstarten – das ist für viele Unternehmen das erklärte Ziel. Die Plattform hat sich in Deutschland so rasant entwickelt, dass Werbetreibende das enorme Potenzial kaum ignorieren können. Yannick Schmidt von der Agentur „Die Nerds“ lüftet das Geheimnis hinter erfolgreichen TikTok-Anzeigen und erklärt, warum klassische Werbegesetze hier oft nicht greifen.


Highlights: Das Wichtigste im Überblick

  • Kein Profil-Zwang: Man kann Kampagnen starten, ohne einen aktiven organischen Account zu pflegen.
  • Spark Ads nutzen: Organische Inhalte lassen sich effizient pushen, was oft zu einer besseren Ausspielung führt.
  • Sound-on: Im Gegensatz zu Instagram ist TikTok eine Ton-Umgebung; Musik und Voice-over sind Pflicht.
  • Vermeidung von Ad Fatigue: TikTok-Anzeigen sättigen schneller ab als auf anderen Plattformen und müssen häufiger erneuert werden.
  • Native Gestaltung: Anzeigen sollten wie organischer Content wirken, um die Akzeptanz der Nutzer zu erhöhen.

Braucht man einen eigenen Account für TikTok Ads?

Grundsätzlich ist für das Ausspielen von Anzeigen kein eigener Account notwendig. Werbetreibende können einfach ein Profilbild und eine Caption wählen. Da Follower auf TikTok kaum Einfluss auf die organische Reichweite haben, liegt der Fokus fast ausschließlich auf dem Content selbst. Dennoch schafft ein aktives Profil zusätzliches Vertrauen und liefert Argumente für die Kaufentscheidung. Besonders effektiv sind sogenannte „Spark Ads“, bei denen bereits existierende organische Videos mit Budget beworben werden, was meist zu einer zielgerichteteren Ausspielung führt.


TikTok vs. Meta: Wo liegen die Unterschiede?

Ein großer Vorteil von TikTok ist der aktuell noch geringere Wettbewerb um Werbeplätze, was sich in günstigeren Preisen für Reichweite und Klicks widerspiegelt. Während Nutzer auf Meta-Plattformen durch verschiedene Formate wie Stories, Reels und den Feed navigieren, konzentriert sich TikTok fast vollständig auf den „For You“-Feed. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Ton-Umgebung: TikTok-Nutzer haben den Ton in der Regel an, was Voice-over und Musik zu mächtigen Werkzeugen für Werbetreibende macht.


Herausforderungen: Schnelllebigkeit und Ad Fatigue

Die größte Hürde für Unternehmen ist die Dynamik der Plattform. Trends kommen und gehen innerhalb weniger Tage. Zudem tritt bei TikTok-Kampagnen deutlich schneller eine Sättigung ein, die sogenannte „Ad Fatigue“. Während Anzeigen auf Facebook oder Instagram oft über Wochen stabil performen, sinkt die Leistung auf TikTok meist rascher. Das erfordert eine höhere Schlagzahl bei der Erstellung neuer Werbemittel und mutige, kurze Freigabewege im Team.


Die 3 häufigsten Fehler bei TikTok Ads

  1. Zu lange Laufzeiten: Anzeigen werden zu lange unverändert gelassen, was die Performance drückt.
  2. Content-Recycling: Inhalte von Instagram oder Facebook werden 1:1 übernommen, statt sie für TikTok nativ aufzubereiten.
  3. Ignorieren der Community: Unternehmen hören nicht auf das Feedback in den Kommentaren oder verkennen ihre tatsächliche Zielgruppe auf der Plattform.

Fazit: Mut zur konzeptionellen Freiheit

Wichtiger als die Branche ist der Mut zur Kreativität. Ob Unboxings, User-Generated Content oder Lead-Ads für das Recruiting – TikTok ist dynamisch und überrascht oft positiv. Wer einen halben Tag investiert, um die Plattformsprache zu lernen, und das TikTok Creative Center für die Analyse von Top-Performern nutzt, hat beste Chancen auf Erfolg. Das Mantra bleibt: „Don’t make ads, make TikToks!“

Quelle: SocialHub Mag #20


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