Emotionen und Geschichten: So nutzt du EM und Olympia für dein Marketing

Sport ist ein extrem dankbares Thema für Social Media: Er ist positiv, unterhaltend und hochgradig emotional. In diesem Jahr bieten die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland und die Olympischen Spiele in Paris massive "Lagerfeuer-Momente", an denen Unternehmen teilhaben können. Nicola Kiermeier, Social-Media-Strategin bei Sport1, erklärt, wie man dieses Momentum für die eigene Marke nutzt.


Highlights: Warum Sportmarketing 2024 so wertvoll ist

  • Live-Momentum: Die EM im eigenen Land erzeugt eine flächendeckende Aufmerksamkeit, die fast alle Gesellschaftsschichten erreicht.
  • Emotionales Storytelling: Sport bietet Geschichten über Erfolg, Scheitern und Zusammenhalt – ideal für den Beziehungsaufbau zur Community. [cite: 2, 3]
  • Planbarkeit: Turnierpläne und feste Spielzeiten erlauben eine präzise Vorbereitung der Kommunikation. [cite: 3]
  • Authentizität vor Reichweite: Nicht jedes Unternehmen muss jeden Fan erreichen; wichtig ist, dass der Bezug zur eigenen Marke echt wirkt. [cite: 4]
  • Rechtliche Sicherheit: Durch die Nutzung von Symbolen und allgemeiner Sportsprache lassen sich rechtliche Fallstricke bei fehlenden Lizenzen vermeiden. [cite: 5]

Planung: Den Spielplan als Redaktionsleitfaden nutzen

Die Struktur von Sportevents ist ein großer Vorteil für Marketer. Durch feste Spielstätten, Halbzeiten und Duelle ergeben sich klare Anknüpfungspunkte. Eine detaillierte Planung hilft dabei, Hotspots für gute Geschichten zu identifizieren – sei es durch das Einfangen von Fan-Reaktionen oder Umfragen in der eigenen Belegschaft. Dabei sollte man jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass man in diesen Wochen mit vielen anderen Medien um die Aufmerksamkeit konkurriert.


Kreativer Content ohne offizielle Lizenzen

Man muss kein offizieller Partner sein, um stattzufinden. Nicola Kiermeier empfiehlt, "über Bande zu spielen". Statt geschützte Logos zu verwenden, kann man mit Symbolen und Ritualen arbeiten: Rasen, Bälle, Nationalfarben oder Begriffe wie "Halbzeit" und "Nachspielzeit" versetzen die Nutzer sofort in die richtige Stimmung, ohne rechtliche Risiken einzugehen. Besonders authentisch wirken Einblicke in das "echte Leben" draußen – beim Grillen, im Biergarten oder im heimischen Garten.


Branchenspezifische Ansätze: Von E-Commerce bis Behörden

Jedes Unternehmen kann seinen eigenen Weg finden. Ein Backbetrieb könnte eine spezielle "Deutschland-Brezel" kreieren, während ein Transportunternehmen Tipps zur Anreise zum Public Viewing gibt. Für Behörden und Stadtverwaltungen bieten sich serviceorientierte Posts an, die den Menschen helfen, sich während der Großereignisse in der Stadt zurechtzufinden. Entscheidend ist, dass die Aktionen auf die eigene Strategie und die Bedürfnisse der Zielgruppe einzahlen.


Fazit: Den Mut zum antizyklischen Werben haben

Auch wenn viele einen massiven Preisanstieg bei Social-Media-Anzeigen befürchten, könnten sich Chancen ergeben. Da viele Budgets klassisch auf das Jahresende (Black Friday, Weihnachten) ausgerichtet sind, bleibt der Sommer oft moderat. Es empfiehlt sich, ein Testbudget zurückzuhalten, um kurzfristig auf die Stimmung und die Preise reagieren zu können. Wer kreativ denkt und authentisch bleibt, wird von der emotionalen Welle der Sport-Events profitieren.

Quelle: SocialHub Mag #24


Lies jetzt das komplette Interview mit Nicola Kiermeier:

Lust auf noch mehr Social Media Wissen?

Lad dir jetzt unsere vollständigen SocialHub Mags kostenlos herunter: