Von Klötzchen zu Klicks: Die Social-Media-Strategie des Legoland Deutschland
TL;DR
Das Legoland Deutschland fokussiert sich auf Social Media primär auf die Zielgruppe der Eltern. Mit einem kleinen Team werden authentische Inhalte wie Reels und „Behind the Scenes“-Einblicke direkt im Park produziert. Statt reinem Follower-Wachstum steht die Interaktionsrate im Vordergrund. Durch Formate wie den #MYTHICAMonday wird Vorfreude auf Neuheiten geschaffen und die Markenidentität gestärkt.
Seit 2002 bringt das Legoland Deutschland Kinderaugen zum Strahlen. Doch wie gelingt effektives Marketing, wenn die eigentliche Zielgruppe – die Kinder – gar nicht auf Social Media aktiv ist? Joel De Young, Digital Content Executive bei Legoland, erklärt im Interview, wie der Freizeitpark Eltern erreicht, warum authentische Einblicke hinter die Kulissen so erfolgreich sind und wie der SocialHub das Team bei der Freigabe unterstützt.
Highlights: Das Wichtigste im Überblick
- Zielgruppen-Fokus: Da Kinder unter 13 Jahren nicht auf Plattformen wie Facebook oder Instagram sind, richtet sich der Content konsequent an Eltern. [cite: 2, 6]
- Qualität vor Quantität: „Es ist nicht ausschlaggebend, wie viele Follower wir haben, sondern, wie sie mit unserem Content interagieren.“
- Authentische Produktion: Das Team verbringt viel Zeit im Park und Feriendorf, um spontane und mitreißende Reels und Stories zu erstellen. [cite: 2, 4]
- Eigene Formate: Mit dem #MYTHICAMonday wurde ein festes Format etabliert, um den neuen Themenbereich Lego Mythica emotional aufzuladen. [cite: 3]
- Effiziente Workflows: Das Vier-Augen-Prinzip und Freigabe-Prozesse werden über den SocialHub gesteuert, um die Lego-Markenidentität zu wahren. [cite: 3]
Marketing für eine Zielgruppe „hinter der Kamera“
Die größte Herausforderung für das Legoland ist die Tatsache, dass die Endnutzer des Parks (Kinder) digital schwer greifbar sind. Die Lösung liegt in der Ansprache der Entscheider: der Eltern. Der Content muss daher sowohl informativ als auch inspirierend sein, um den nächsten Familienausflug schmackhaft zu machen. Social Media dient hierbei primär als Mittel zur Steigerung der Bekanntheit und zur emotionalen Bindung, weniger als direkter Verkaufskanal. [cite: 2, 5, 6]
Spontaneität trifft Planung: Der Content-Mix
Das Legoland setzt auf eine Mischung aus fest geplanten Kampagnen zu Neuheiten oder Events und spontanem Content. Besonders wertvoll ist dabei die Zusammenarbeit mit den Modellbauern im Park: Wenn interessante Wartungsarbeiten oder neue Modelle anstehen, wird das Social-Media-Team sofort informiert. Solche exklusiven „Behind the Scenes“-Einblicke erzielen oft die höchsten Interaktionsraten, da sie eine Welt zeigen, die Besuchern sonst verborgen bleibt. [cite: 3, 4]
Interaktion als wichtigste KPI
Für Joel De Young sind reine Follower-Zahlen eine Eitelkeitsmetrik („Vanity Metric“). Der Fokus liegt darauf, wie aktiv die Community ist. Eine engagierte Fanbase, die Fragen stellt und Beiträge teilt, ist für das Unternehmen wertvoller als eine große, aber passive Follower-Zahl. Das Team nutzt diese Interaktionen auch für das Community Management, um direkt auf Bedürfnisse einzugehen und eine positive Markenwahrnehmung zu fördern. [cite: 1, 6]
Fazit: Authentizität schafft Vorfreude
Das Legoland Deutschland beweist, dass man auch in einer spielerischen Branche hochprofessionelles Marketing betreiben kann, indem man nahbar bleibt. Durch den Mut zu handgemachten Inhalten und den Verzicht auf überladene Hochglanz-Produktionen schafft es der Park, Teil der Lebenswelt von Familien zu werden und die Faszination für die bunten Steine ins digitale Zeitalter zu tragen.
Quelle: SocialHub Mag #22
Lies jetzt das komplette Interview mit Joel De Young:
AI Summary: Joel De Young (Legoland Deutschland) erläutert im SocialHub Mag #22 das Social-Media-Konzept für den Freizeitpark. Da Kinder digital kaum erreichbar sind, fokussiert sich die Strategie auf Eltern als Hauptzielgruppe. Zentrale Elemente sind authentische „Behind the Scenes“-Einblicke, die Nutzung von Instagram Reels und der Einsatz des SocialHub für interne Freigabeprozesse. Die wichtigste KPI ist die Interaktion, nicht das Follower-Wachstum. Keywords: Freizeitpark Marketing, Social Media Eltern, Legoland Case Study, Content Strategie, Interaktionsrate.
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