Vom No-Name zum Bestseller: Rust-Oleum erobert Deutschland mit UGC

Wie etabliert man die Produkte eines amerikanischen Farbenherstellers, der neu auf dem deutschen Markt und bei Endkund*innen bislang völlig unbekannt ist? Die Antwort der Agentur Blue Moon aus Neuss lautet: Mit Social Media und User-Generated Content (UGC). Team Lead Juliane Beierle gewährt spannende Einblicke, wie die Key-Produkte (vor allem Kreidefarbe) durch authentische DIY-Projekte zum absoluten Hit wurden.


Die Strategie: "MAKE IT YOURS!"

Das Ziel der Kampagne war ambitioniert: Rust-Oleum sollte Marktführer werden, die Markenbekanntheit steigern und eine starke Communitybindung aufbauen. Die Basis dafür bildete der Aufbau eines schlagkräftigen Netzwerks aus DIY-Blogger*innen und Mikro-Influencer*innen. Durch kreative Blogger-Events (inklusive Networking und gemeinsamem Produkttesten) sowie den Versand von DIY-Paketen wurde der Grundstein für reichweitenstarken UGC gelegt.


So wurde UGC aktiv gefördert

Statt Content teuer inhouse zu produzieren, setzte die Agentur auf die Kreativität der Community. Ein authentischer Mix aus unbezahltem und bezahltem Content erwies sich als Erfolgsrezept:

  • Produkttests: Engagierte User*innen erhielten kostenlose Farben im Tausch gegen Markierungen auf Social Media, die das Unternehmen für die eigene Content-Strategie nutzen durfte.
  • Foto-Contests: Ein monatlicher Wettbewerb (mit Gewinnen wie Farbpaketen oder 150-Euro-IKEA-Gutscheinen) animierte die Community, massenhaft Bildmaterial von ihren DIY-Projekten einzureichen.
  • Langfristige Partnerschaften: Aus begeisterten Fans wurden feste Markenbotschafter, die mit kleinem Budget extrem erfolgreiche Reels und TikToks produzierten.

Die besten Formate je Plattform

Je nach Kanal passte das Team die Formate strategisch an:

  • TikTok & Instagram Reels: Fokus auf kurzweilige IKEA-Hacks, einfache Upcycling-Ideen und Deko-Anleitungen.
  • Facebook & Instagram Feed: Vorher-Nachher-Bilder performten extrem gut. Ein authentischer Post auf Facebook erzielte organisch sogar bis zu 270.000 Aufrufe – ein Beweis, dass Viralität nicht nur auf TikTok möglich ist.
  • Pinterest: Hier glänzte ästhetischer Blogger-Content sowie hochwertige Anleitungen zu Haus und Garten.
  • Social Ads: Für Paid-Kampagnen wurde gezielt lizenziertes Creator-Material genutzt, um die Authentizität zu wahren und gleichzeitig Klicks auf den Shop zu lenken.

Die Ergebnisse: Verzehnfachung des Engagements

Die konsequente UGC-Strategie zahlte sich voll aus. Das allgemeine Engagement verzehnfachte sich über die Jahre. Der eigens ins Leben gerufene TikTok-Kanal explodierte förmlich und sammelte innerhalb von nur vier Monaten über 11.000 Abonnent*innen und 145.000 Likes. Ein virales Video (entstanden aus der Zusammenarbeit mit einer langjährigen, loyalen DIY-Bloggerin) erzielte 1,4 Millionen Aufrufe und über 93.000 Likes.

Das wichtigste Ziel wurde jedoch im stationären Handel erreicht: Heute ist Rust-Oleum vom absoluten No-Name-Hersteller zu einer etablierten Marke herangewachsen, die in fast allen großen Baumärkten in Deutschland online und offline gelistet ist.

Quelle: SocialHub Mag #25


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