Kurzvideo Tipps: Wie CLMNS BROCK Millionen Follower begeistert

Clemens Jedebrock, besser bekannt als „Vater aller Väter“ und Bierfluencer, hat eine steile Karriere hingelegt. Ursprünglich im Autohaus tätig, führte ihn sein Weg über Positionen als Online Marketing Manager bei BMW und Videograf bei Purelei im Herbst 2022 in die Selbstständigkeit. Heute folgen ihm über zwei Millionen Menschen auf TikTok, Instagram und YouTube. Im Interview teilt er seine Erfahrungen und gibt handfeste Tipps für erfolgreiche Kurzvideos.


Highlights: Das Wichtigste im Überblick

  • Authentizität durch Technik: Clemens filmt bewusst mit dem Handy, da professionelle Kameras oft zu werblich und distanziert wirken.
  • Hook-Effekt: Die ersten drei bis fünf Sekunden entscheiden darüber, ob ein Nutzer weiterscrollt oder das Video bis zum Ende ansieht.
  • Smartphone-Start: Für den Anfang reicht ein modernes Handy völlig aus; wichtiger als die Kamera ist die Investition in ein gutes Mikrofon.
  • Plattform-Synergien: Clemens postet denselben Content auf TikTok, Instagram und YouTube Shorts, nutzt aber die individuellen Stärken der Kanäle (z. B. Branding auf TikTok vs. Community auf Instagram).
  • Vertrauen bei Collabs: Unternehmen sollten Creators keine starren Skripte vorgeben, sondern konzeptionelle Freiheit für eine organische Integration lassen.

Vom Hobby-Musiker zum Full-Time Creator

Clemens' Weg startete mit einer Ausbildung zum Automobilkaufmann, doch sein Herz schlug für die Musik und Videografie. Er überzeugte seinen Chef, Social Media für das Autohaus zu übernehmen und entwickelte erfolgreiche Formate wie das „Freese Taxi“. Den Durchbruch als Influencer schaffte er 2022 mit der Parodie des stereotypischen deutschen Vaters. In Hawaii auf Dreh für eine Schmuckmarke, gingen seine privaten Vater-Videos plötzlich viral – ein Wendepunkt, der ihn innerhalb weniger Monate in die Selbstständigkeit katapultierte.


Praxistipps für die Video-Produktion

Clemens ist Autodidakt. Er lernte die Grundlagen über kostenlose YouTube-Tutorials und Onlinekurse, doch das eigentliche Können kam durch das tägliche „Doing“ im Job. Sein wichtigster technischer Rat: „Fang mit einem Handy an!“ Smartphones sind heute technisch so weit, dass sie sofort einsatzbereit sind. Einzig beim Ton rät er zur Vorsicht – ein externes Mikrofon ist Pflicht, um auch aus der Entfernung professionell zu klingen.


Content-Erstellung: Spontanität schlägt Storyboard

Ein starres Skript gibt es bei Clemens nicht. Er notiert sich Themenideen und witzige Sprüche, oft inspiriert durch Fragen an seine Community (z. B. „Was darf beim Baumarktbesuch nicht fehlen?“). Der eigentliche Dreh passiert spontan, oft mit Hilfe seiner Freundin oder einem einfachen Stativ. Dieser „Spontanhumor“ sorgt für die nötige Authentizität, die auf Plattformen wie TikTok den Unterschied macht.


Die Macht von YouTube Shorts und Trends

Überraschend positive Erfahrungen sammelte Clemens mit YouTube Shorts. Durch das Streuen seiner Videos auf diesem Kanal konnte er seine Abonnentenzahl von 10.000 auf 50.000 steigern. Zu Trends hat er eine klare Meinung: Sie sind gut für „Laufkundschaft“, aber ein eigenes Konzept und eine thematische Nische sind für den Community-Aufbau wichtiger. Trends sollten nur dann mitgemacht werden, wenn sie wirklich zur Marke passen, um nicht „cringe“ zu wirken.


Fazit: Menschen folgen Menschen

Clemens Jedebrock betont: „Menschen folgen ungern Marken, sondern viel lieber echten Personen.“ Für Unternehmen bedeutet das, entweder auf Corporate Influencer zu setzen oder Creators bei Kooperationen echtes Vertrauen zu schenken. Wer die ersten Sekunden nutzt, um eine emotionale Verbindung aufzubauen, und sein Format konsequent durchzieht, kann auf allen Plattformen erfolgreich sein – von der Königsdisziplin YouTube bis zum schnelllebigen TikTok.

Quelle: SocialHub Mag #21


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