Analytics meets Organic Social: Google Analytics-Tipps für mehr Reichweite

Wusstest du, dass Google Analytics ein unverzichtbares Werkzeug für Social Media Manager ist? Viele kennen es nur als reines Tool zur Überwachung der Website-Performance. Dabei bietet es wertvolle Einblicke, die dir helfen, das Verhalten deiner Zielgruppe besser zu verstehen, die Interaktionen mit deinen Inhalten zu optimieren und deine Reichweite nachhaltig zu steigern. Maria-Lena Matysik, Analytics Consultant und Geschäftsführerin der Analyticsfreaks GmbH, teilt fünf essenzielle Tipps für deinen Alltag.


Highlights: So hilft dir Google Analytics im Social Media Marketing

  • Traffic-Qualität messen: Finde heraus, ob Instagram-Nutzer länger auf deiner Website verweilen als Pinterest-Nutzer.
  • Präzises Tracking: Nutze UTM-Parameter, um genau zu sehen, welche Links (z. B. Story-Link, Bio-Link oder Influencer-Kooperation) die besten Ergebnisse liefern.
  • Themenfindung: Analysiere mit dem „Pages and Screens Report“ und Site Searches, was deine Website-Besucher wirklich interessiert, und plane deinen Social-Content entsprechend.
  • Customer Journey nachvollziehen: Erkenne mithilfe von Funnel Explorations, an welchen kritischen Punkten Social-Media-Besucher auf deiner Website abspringen.
  • Smartes Remarketing: Erstelle Zielgruppen aus deinem Organic Social Traffic, um diese später gezielt über Google Ads erneut anzusprechen.

Tipp 1: Analysiere die Performance deines organischen Contents

Der „Traffic Acquisition Report“ ist dein erster Anlaufpunkt. Vergleiche Metriken wie „Active Users“ und „Engaged Sessions“, um die Qualität des Traffics der verschiedenen Plattformen zu bewerten. So stellst du vielleicht fest, dass Instagram eine höhere Verweildauer bringt, Pinterest aber gezieltere Produktansichten. Nutze zudem unbedingt UTM-Parameter für alle Links in Stories oder Bios. Mit dem Google Campaign URL Builder kannst du Quellen („utm_source“) und Kampagnen („utm_campaign“) exakt definieren. Leite diesen Traffic dann auf deine stärksten Landingpages, um die Conversion-Rate zu maximieren.


Tipp 2: Content datenbasiert planen

Mit Google Analytics kannst du zukünftige Inhalte zielgruppenspezifisch planen. Im „Pages and Screens Report“ siehst du, welche Blogbeiträge oder Seiten besonders gut performen. Wenn ein Thema auf deiner Website extrem beliebt ist, baue deine Social-Media-Strategie gezielt darauf auf. Auch die Auswertung der internen Website-Suche (Site Searches) liefert dir Goldstaub für neue Content-Ideen direkt aus den Köpfen deiner Nutzer.


Tipp 3: Verstehe deine Social-Media-Zielgruppe

Der „User Attributes Report“ liefert dir wichtige demografische Daten wie Alter, Geschlecht und regionale Herkunft. Noch tiefer gehst du, wenn du in den „Explorations“ ein spezifisches Segment für deinen Social-Media-Traffic erstellst. Filtere beispielsweise nach „Session default channel exactly matches Organic Social“, um dir exakt die Interessen und Merkmale der Personen anzusehen, die über deine organischen Beiträge kommen.


Tipp 4: Verfolge die Customer Journey

Um das Nutzerverhalten im Detail zu verstehen, ist die „Funnel Exploration“ ideal. Du kannst einen mehrstufigen Funnel erstellen, der die einzelnen Schritte der Nutzer nachverfolgt – vom ersten Klick auf der Seite bis zum Kauf. So identifizierst du schnell Barrieren, an denen Besucher das Interesse verlieren. Durch die Erstellung von Segmenten (z. B. „Session source/medium = facebook/organic“) kannst du zudem den Traffic verschiedener Plattformen im Funnel direkt miteinander vergleichen.


Tipp 5: Social Media Traffic für Remarketing nutzen

Der Traffic aus deinen organischen Social-Media-Bemühungen ist hochqualifiziert – nutze ihn für Remarketing! In Google Analytics kannst du Audiences (Zielgruppen) erstellen, z. B. alle Besucher, die über Instagram kamen und ein bestimmtes Event (wie „Add To Cart“) ausgelöst haben. Diese Zielgruppen kannst du nahtlos in Google Ads importieren und beispielsweise für „Performance Max Kampagnen“ verwenden, um die Nutzer über YouTube, die Google Suche oder das Displaynetzwerk erneut anzusprechen und die Conversion-Wahrscheinlichkeit drastisch zu erhöhen.

Quelle: SocialHub Mag #26


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