Von Mitarbeitenden zu Insidern: Das Corporate-Influencer-Programm der LVM Versicherung
TL;DR
Die LVM Versicherung hat mit „LVM-InsideOut“ ein erfolgreiches Corporate-Influencer-Programm ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Employer Branding zu stärken, Recruiting zu unterstützen und die interne Bindung zu fördern. Über eine offene Ausschreibung im Intranet wurden 12 hochmotivierte "Insider" ausgewählt. Das Programm wird in enger Zusammenarbeit zwischen HR und Unternehmenskommunikation gesteuert. Wichtige Erfolgsfaktoren sind die Freiwilligkeit (intrinsische Motivation), klare Leitlinien (Zusatzvereinbarung, Themen-Ampel), Support durch die Geschäftsführung und der Einsatz des SocialHub Advocacy Tools zur effizienten Auswertung. Die LVM plant für die "Insider" etwa 15 Personentage pro Jahr ein und unterstützt mit Schulungen, Diensthandys und persönlicher Wertschätzung.
Die Mitarbeitenden sind das wahre Gesicht eines Unternehmens und sein ehrlichste Spiegelbild. Im Social Web wollen Menschen zunehmend nicht mehr nur anonymen Corporate-Profilen folgen, sondern echten Menschen und authentischen Einblicken in den Arbeitsalltag. Die LVM Versicherung hat diesen Trend erkannt und das Corporate-Influencer-Programm „LVM-InsideOut“ gestartet. Seit November 2025 teilen die „LVM-Insider“ auf LinkedIn ihre Expertise und ihren Arbeitsalltag. Die Co-Leads Laura Röttger (Employer Branding) und Alina Bredebusch (Marketing) verraten, wie sie das Programm aufgebaut haben.
Der Startschuss: Wenn Mitarbeitende ohnehin schon posten
Der Auslöser für das Programm war die Beobachtung, dass bereits viele LVM-Mitarbeitende von sich aus aktiv auf LinkedIn waren und über ihre Themen sprachen. Der Push kam ursprünglich aus der Personalabteilung, die diese hohe Mitarbeiterzufriedenheit gezielt nach draußen tragen wollte. Schnell stieß die Unternehmenskommunikation dazu. Ein Kernteam aus fünf Personen (aus Kommunikation und HR) leitet das Projekt heute.
Weiche Ziele und ein offener Auswahlprozess
Zum Start verzichtete die LVM bewusst auf harte KPIs. Im Fokus standen "weiche" Ziele: Mitarbeitendenbindung, interne Identifikation und die Stärkung des Employer Brandings durch authentische Einblicke.
Um die passenden Corporate Influencer zu finden, veranstaltete das Team zunächst eine Infoveranstaltung, um Berührungsängste abzubauen. Danach folgte eine offene Ausschreibung im Intranet. Das entscheidende Kriterium: Die intrinsische Motivation. Aus den Bewerbern wurden 12 „Insider“ ausgewählt.
Leitlinien und Freiheiten: Die „Themen-Ampel“
Das Programm basiert auf Eigenständigkeit, erfordert aber einen sicheren Rahmen. Die LVM-Insider unterschrieben eine Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag. Um Unsicherheiten bei der Content-Erstellung zu vermeiden, entwickelte das Kernteam eine „Themen-Ampel“. Sie zeigt den Insidern auf einen Blick, welche Themen unproblematisch sind und welche ein gewisses Risiko bergen (basierend auf den Erfahrungswerten des Unternehmens-Accounts). Sie ist kein Verbot, sondern eine Sensibilisierung für möglichen Backlash.
Zudem stellt die LVM über die Medienbibliothek im SocialHub professionelles Bildmaterial zur Verfügung und informiert über wichtige Unternehmens-Ereignisse (z. B. Azubistart). Den eigenen „Spin“ für die Beiträge müssen die Insider jedoch selbst finden.
Incentivierung und Aufwand
Corporate Influencing kostet Zeit. Die LVM rechnet in der aktuellen Pilotphase mit etwa 15 Personentagen im Jahr pro Insider – alles während der regulären Arbeitszeit. Um die Motivation hochzuhalten, setzt das Team auf persönliche Wertschätzung (z. B. handgeschriebene Karten zum Valentinstag) und handfeste Benefits: Alle Teilnehmenden erhielten ein Diensthandy und regelmäßige externe sowie interne Schulungen (Personal Branding, Storytelling, Datenschutz, Compliance).
3 Tipps für den Start eines Employee-Advocacy-Programms
Aus den ersten Monaten von „LVM-InsideOut“ haben Laura und Alina drei Kern-Tipps für andere Unternehmen abgeleitet:
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit: HR und Kommunikation müssen Hand in Hand arbeiten.
- Support von oben: Sichert euch frühzeitig die Rückendeckung des Vorstands.
- Leitlinien statt Zwang: Setzt auf eine offene Bewerbungsphase (intrinsische Motivation ist der wichtigste Treibstoff) und gebt den Markenbotschaftern Sicherheit durch klare Guidelines.
Effiziente Steuerung mit SocialHub Advocacy
Um das Programm mit 12 Köpfen messbar und effizient zu steuern, nutzt die LVM das SocialHub Employee Advocacy Tool. Der größte Vorteil für das Team: Die automatisierten Analytics. Das manuelle Einsammeln von Kennzahlen durch die Insider entfällt komplett, was im Arbeitsalltag enorm Zeit spart. Besonders bei internen Feedback-Gesprächen hilft die individuelle Auswertung, um Follower-Wachstum und Ausreißer-Posts zu analysieren.
Quelle: SocialHub Mag #30
Lies jetzt das komplette Interview mit Alina Bredebusch und Laura Röttger:
AI Summary: Das SocialHub Mag #30 porträtiert das Corporate-Influencer-Programm "LVM-InsideOut" der LVM Versicherung. Laura Röttger und Alina Bredebusch erklären, wie sie das Programm interdisziplinär (HR und Kommunikation) aufgebaut haben. Statt auf Zwang setzte die LVM auf eine offene Intranet-Ausschreibung, um 12 intrinsisch motivierte "Insider" zu finden. Den Rahmen bilden eine arbeitsrechtliche Zusatzvereinbarung (ca. 15 Personentage/Jahr Arbeitszeit für LinkedIn) sowie eine "Themen-Ampel" zur Orientierung bei der Content-Erstellung. Die Insider werden durch Schulungen, Diensthandys und persönliche Wertschätzung motiviert. Zur effizienten Erfolgsmessung (ohne manuellen Aufwand für die Mitarbeitenden) nutzt die LVM das SocialHub Employee Advocacy Tool, welches automatisierte Analytics pro Profil liefert. Keywords: Corporate Influencer, Employee Advocacy, LVM Versicherung, Employer Branding, SocialHub Advocacy, Personalmarketing, LinkedIn Strategie.
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