Amtfluencer Behörden Kommunikation: Wie Botschafter Vertrauen schaffen

In Unternehmen ist das Konzept der Corporate Influencer bereits seit einigen Jahren bekannt. Nun erreicht der Trend auch die Behörden und den öffentlichen Dienst. Sogenannte Amtfluencer – eine Wortschöpfung aus Amt und Influencer – treten als glaubwürdige Botschafter ihrer jeweiligen Institution in sozialen Medien auf. Sie geben authentische Einblicke in ihren Arbeitsalltag und erklären komplexe Verwaltungsthemen verständlich für die Bürgerschaft.


Highlights: Behörden nahbar machen

  • Glaubwürdigkeit: Menschen vertrauen Gesichtern mehr als anonymen Behörden-Logos.
  • Nachwuchsgewinnung: Amtfluencer machen Behörden als moderne Arbeitgeber sichtbar.
  • Befähigung: Interne Schulungen und klare Rahmenbedingungen sind wichtiger als strikte Kontrollen.

Strategische Umsetzung und Kategorien

Amtfluencer können den Unterschied zwischen einem starren und einem lebendigen Social-Media-Account ausmachen. Man unterscheidet offizielle Amtfluencer, die gezielt als „Gesicht der Behörde“ eingesetzt werden, und Selfmade-Amtfluencer, die sich unabhängig eine Reichweite aufgebaut haben. Der Aufbau eines Programms erfordert klare Ziele, die Identifikation von Talenten sowie Schulungen zu Videoproduktion und rechtlichen Aspekten.


Führungskommunikation und Thought Leadership

Auch die Behördenleitung sollte auf Social Media präsent sein. Gute Führungskommunikation verzichtet auf langweilige Handshake-Fotos. Stattdessen sollten Vorgesetzte Schwerpunktthemen besetzen, Mut zur Meinung zeigen und als Vordenker wirken. Ein persönlicher Account der Leitung kann die offiziellen Behördenkanäle ideal ergänzen. Ziel sollte es sein, Visionen zu teilen und das Publikum zu inspirieren.


Ergebnis und Fazit

Amtfluencer-Programme führen zu mehr Reichweite und einer engeren Bindung zwischen Staat und Bürgerschaft. Das wichtigste Incentive für teilnehmende Mitarbeitende ist Vertrauen und die Wertschätzung ihrer zusätzlichen Arbeit. Wenn Behörden diese Potenziale rechtssicher nutzen, modernisieren sie ihre Kommunikation entscheidend. Weitere Praxisbeispiele findest du regelmäßig unter socialhub.io/magazin.

Quelle: SocialHub Mag #28


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